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Handball-Event der besonderen Art
Magdeburger Volksstimme, 01.06.2017
Zum achten Mal organisierte die Agro BördegrĂŒn GmbH mit Partnern aus der Region ein Benefiz-Handballturnier.

Von Dr. Ulrich Kunkel
Niederndodeleben l Vertreten waren die GETEC green energy, BMW Schubert Motors, Toepel Bauunternehmung, der Veranstalter Agro BördegrĂŒn und die 1. und 2. Vertretung der Handballfrauen des TSV Niederndodeleben. Bei EngpĂ€ssen in der Besetzung der Teams der Wirtschaftsunternehmen leisteten die Handballdamen die jeweils notwendige UnterstĂŒtzung.

Ehrungen fĂŒr die erfolgreichen TSV-Teams

Nach der BegrĂŒĂŸung der Teilnehmer durch den GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Agro BördegrĂŒn GmbH Ronald Westphal nahm Minister Thomas Webel – immer vor Ort bei diesem Event – gemeinsam mit den Verantwortlichen des Handballverbandes die Ehrungen fĂŒr die C-Jugendhandballerinnen und die 1. Frauen des TSV Niederndodeleben vor. Die 1. Frauen erhielten die Bronzemedaille fĂŒr die Saison in der Mitteldeutschen Oberliga; die C-Jugend fĂŒr die errungene Meisterschaft in der Bezirksliga.

TSV-Frauen sichern sich Sieg

Das Turnier wurde zunĂ€chst in zwei Gruppen und danach im Halbfinale und Finale ausgetragen. Dabei gab es viel Stimmung und UnterstĂŒtzung von den RĂ€ngen. Schön zu sehen, wie die sonst eher am Schreibtisch oder in ihrem Beruf tĂ€tigen Kollegen sich auf der Platte um gelungene PĂ€sse und Tore bemĂŒhten. FĂŒr das leibliche Wohl war vom Veranstalter rund um die Wartberghalle auch gesorgt, was zum Erfolg des Events beitrug.

FĂŒr das Finale hatten sich die Vertretung der Toepel Bauunternehmung – u.a. mit Yongster Spieler Nico Richter – und die 1. Frauen des TSV qualifiziert. Wer da glaubte klare Sache fĂŒr die Handballfrauen, sah sich getĂ€uscht. Die liefen zunĂ€chst einem RĂŒckstand hinterher, ehe sie kurz vor dem Abpfiff noch das Unentschieden erzielten. Also musste das Siebenmeterwerfen ĂŒber den Turniersieg entscheiden, wobei beide guten TorhĂŒter den SchĂŒtzen den Erfolg schwer machten. Das GlĂŒck war letztlich auf Seiten der Handballfrauen des TSV.

Erlös kommt der Krebsforschung zugute

Insgesamt viel Spaß und Freude bei diesem Benefiz-Turnier, das durch Spenden der Beteiligten und der Sammlung wĂ€hrend der Veranstaltung 876,- € einbrachte, von den Unternehmen aber noch deutlich aufgestockt wird. Der Erlös kommt wie in den Vorjahren dem gemeinnĂŒtzigen Institut fĂŒr Krebsforschung zugute.
Magdeburg typisiert mit 9200-Euro-Spende
Magdeburger Volksstimme, 18.05.2017


Von Arlette Krickau
9200 Euro stehen da auf dem Scheck, den Ronald Westphal, Andreas Humpe und Marcel Heim in den HĂ€nden halten. Wer könnte das Geburtstagskind dieses ĂŒppigen Geldgeschenks gewesen sein? Indirekt ist es Ronald Westphal, denn er ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Landwirtschaftsbetriebes BördegrĂŒn in Niederndodeleben, der jĂŒngst sein 25-jĂ€hriges Bestehen beging. Und statt Blumen und PrĂ€sentkörbe, wĂŒnschte man sich zum JubilĂ€um Spenden fĂŒr die Typisierung von Stammzellen. 9200 Euro kamen zusammen, die am Dienstag im Uniklinikum am Institut fĂŒr Transfusionsmedizin und ImmunhĂ€matologie an den Institutsleiter Humpe und den ehemaligen Institutsleiter und GrĂŒnder der Stammzellendatei am Magdeburger Klinikum, Marcel Heim, ĂŒbergeben wurden. Eine wichtige Spende, wie die beiden Ärzte sagen. Denn eine Typisierung koste 50 Euro, die von keiner Versicherung bezahlt werden, und man hĂ€tte mittlerweile mehr Bereitwillige als Geld zum Testen da ist. Jedes Jahr werden derzeit rund 2000 neue Stammzellspender in Magdeburg typisiert. Eine hohe Zahl beim ersten Hören, doch Humpe relativiert sie. „Genauso viele Spender fallen auch jedes Jahr aus der Datei heraus, da sie zu alt sind, versterben, krank werden.“

Durch große Institutionen privater Natur sei das Bewusstsein fĂŒr Stammzellspenden gewachsen, trotzdem sei es aus wissenschaftlicher Sicht wichtig, kein Monopol fĂŒr die Vermittlung von Stammzellspendern zu bekommen.

Alles begann ĂŒbrigens 1994, mit der von Marcel Heim bisher weltweit grĂ¶ĂŸten Stamzelltypisierungsaktion an einem Tag. In sechs StĂ€dten standen Teams bereit, Spender zu suchen, Blutproben zu entnehmen und diese in Labore auf dem ganzen Kontinent zu schicken, fĂŒr die Typisierung. FĂŒr 8000 Proben war Geld da. „Niemand hatte damit gerechnet, dass es am Ende 21000 werden“, erinnert sich Heim und lacht. Die Laborkosten von insgesamt 2,2 Millionen Euro stotterte der damalige Institutsleiter in zweieinhalb Jahren ab. „Ich dachte, bei so einer großen Aktion wĂŒrden dann schon die Spenden kommen. So war es aber nicht.“ Sogar mit dem Leierkasten stand er damals in der FußgĂ€ngerzone. Trotzdem kamen nur schleppend Spenden. „Erst als ich bei JosĂ© Carreras Spendensendung mehr als ein Jahr spĂ€ter auftrat und dort auch 250 000 Euro bekam, gab es wieder etwas Schwung“, erzĂ€hlt er.

So baute Heim die erste Stammzellendatei in den neuen BundeslĂ€ndern auf. Aber nicht nur die Stammzellentypisierung liegt dem Institut am Herzen, auch der Ruf der Blutspende soll verbessert werden. Denn in einer Großstadt wie Magdeburg mĂŒsste das Klinikum es schaffen, selbst alle benötigten Blutkonserven zu stellen. Dazu mĂŒssten nur vier bis fĂŒnf Prozent der Magdeburger etwa zweimal im Jahr im Uni-Klinikum Blut spenden gehen, doch von dieser Zahl sei man weit entfernt. Gerade mal 1,5 Prozent der Magdeburger spenden Blut, der Rest der benötigten Blutkonserven mĂŒsse eingekauft werden. „Dabei ist es genauso wichtig wie Stammzellen, denn ohne Blutkonserven könnte eine Stammzellspende nie vorgenommen werden.“
Agro BördegrĂŒn feiert 25. FirmenjubilĂ€um
Pressemitteilung der Gemeinde Hohe Börde, 02.05.2017


„Das ist der Moment, auf den ich 25 Jahre gewartet habe. Ich freue mich mit Ihnen das FirmenjubilĂ€um der Agro BördegrĂŒn feiern zu können.“ Mit diesem Satz begann der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Ronald Westphal seine Festansprache. Über 2000 GĂ€ste feierten und ĂŒbergaben GlĂŒckwĂŒnsche. Unter ihnen der MinisterprĂ€sident des Landes Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff. Er schĂ€tzt die Landwirtschaft.
„Der lĂ€ndliche Raum wird nur dann weiterhin funktionieren, wenn Menschen mit ihren Firmen Wurzeln schlagen können und nicht zur internationalen Konkurrenz wechseln mĂŒssen.“ Mit seiner Frau probierte er den Holunderwein aus der Hohen Börde. „Der Wein schmeckt wunderbar fruchtig.“ Gabriele Haseloff ergĂ€nzt: „Er schmeckt lieblich und nicht zu sĂŒĂŸ.“

Das KerngeschĂ€ft der Agro BördegrĂŒn war und ist die Landwirtschaft und die Produktion der landwirtschaftlichen GĂŒter. SĂ€hen, Pflegen, Ernten - auch fĂŒr andere landwirtschaftliche Betriebe zĂ€hlt unter anderem zu den Aufgaben der Firma. Die öffentliche Betriebskantine liefert zudem Essen an KindergĂ€rten und Schulen. Auch eine Tankstelle ist entstanden. „Dort gibt es Futtermittel fĂŒr Tiere, dass zu 90% von BördegrĂŒn selbst erzeugt wurde,“ sagt Stephan Randel, Leiter Pflanzbau und Technik. Er fĂŒgt hinzu: „Wir haben 65 Mitarbeiter, darunter 13 Lehrlinge.“ Nach 25 Jahren zieht der GeschĂ€ftsfĂŒhrer eine Bilanz: „Mich macht es Stolz, was wir alles erreicht haben. Das gelingt nur mit sehr guten Mitarbeitern und Partnern.“

FĂŒr die Gemeinde Hohe Börde bedeutet BördegrĂŒn vor allem, dass ArbeitsplĂ€tze entstanden sind. „BördegrĂŒn ist ein Bespiel fĂŒr landwirtschaftlichen Fortschritt. Die Landwirtschaft ist angewiesen auf den Grund und Boden. Der Zuspruch der PĂ€chter zum Betrieb ist beispielgebend fĂŒr die gute Arbeit, “ sagt BĂŒrgermeisterin Steffi Trittel. Auch der PrĂ€sident des Landesbauernverbands Sachsen-Anhalt, Olaf Feuerborn findet passende Worte: „BördegrĂŒn zeigt, dass man mit modernster Technik in verschiedenen Bereichen zum Erfolg kommt.“


SpendenbĂŒchse wird geleert
Magdeburger Volksstimme, 27.06.2016


Von Detlef Eicke
Niederndodelebener Handballbenefizturnier: Erlös geht an AWO-Kitas

Die AWO-KindertagesstĂ€tten in Niederndodeleben sind BegĂŒnstigte vom Erlös des Benefizhandballturniers, das am 4. Mai im Bördehof stattgefunden hat. Neben allem sportlichen Ehrgeiz spielte der karitative Gedanke am jenem Tag die Hauptrolle. Alle Beteiligten ließen die SpendenbĂŒchse tĂŒchtig klappern - mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Beinahe 2000 Euro kamen im Turnierverlauf zusammen. Rechtzeitig zum Kindertag ĂŒberbrachten Vertreter der beteiligten sechs Firmen knapp 1000 Euro, mit denen die Kindereinrichtungen im Ort gefördert werden.
"Wir leben im und mit dem Dorf. So soll der Erlös auch hier seine Verwendung finden", machte Ronald Westphal, GeschĂ€ftsfĂŒhrer eines in Niederndodeleben ansĂ€ssigen Unternehmens und Ideengeber fĂŒr das Turnier, deutlich. Die AWO-Einrichtungen können nun ihre geplanten Projekte - Erweiterung des Spielplatzes und Umgestaltung eines Gruppenraumes - in Angriff nehmen.
SpendenbĂŒchse klappert beim Handball
Magdeburger Volksstimme, 06.05.2016


Von Constanze Arendt-Nowak
Mehrere Unternehmen tragen Benefiz-Gedanken seit einigen Jahren

Der gute Zweck stand am Abend vor Christi Himmelfahrt in der Niederndodelebener Wartberghalle im Mittelpunkt der Gedanken. Mehrere Unternehmen aus der Region hatten sich bereits zum siebenten Mal hier zusammengefunden, um sich in einem Turnier packende Handballspiele zu liefern und nebenbei noch tĂŒchtig mit der SpendenbĂŒchse zu klappern.
Verkehrsminister Thomas Webel, der bei der Turniereröffnung anwesend war, lobte die Absicht, "fĂŒr Menschen, die Hilfe brauchen, Geld bereitzustellen", und dankte dem Initiator Ronald Westphal, GeschĂ€ftsfĂŒhrer eines in Niederndodeleben ansĂ€ssigen landwirtschaftlichen Unternehmens, fĂŒr die Idee. Nachdem die sechs Mannschaften in fairen Spielen den Sieger ermittelt hatten, wurden 1177,73 Euro ausgezĂ€hlt. Das Geld soll den Kindereinrichtungen im Umfeld der beteiligten Firmen zugute kommen und in SpielgerĂ€t investiert werden.
Nachwuchs ist Chefsache
Bauernzeitung, 43. Woche 2015
Bauernverband und Agro BördegrĂŒn warben auf Bildungsmesse KickStart in Magdeburg fĂŒr Ausbildung in landwirtschaftlichen Berufen.

Am 9. und 10. Oktober veranstalteten das Projektteam "Chefsache FachkrĂ€ftesicherung", Agro BördegrĂŒn Niederndodeleben und der Bauernverband einen Informationsstand auf der Bildungsmesse KickStart in Magdeburg zur Werbung fĂŒr die landwirtschaftlichen Ausbildungsberufe. Das Interesse der etwa 8000 Besucher, ĂŒberwiegend aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt, an den Informationen zur Berufsausbildung und Hochschulbildung im Agrarbereich war groß.

Zusammen mit Radiomoderator Maik "Scholle" Scholkowsky prĂ€sentierte das Projektteam gemeinsam mit Landwitschaftsstudenten im Rahmen des BĂŒhnenprogramms die neuentstandenen Ausbildungsfilme, die Online-Stellenbörse www.grĂŒne-berufe.de und neue Werbematerialien.
Mit Ihrer Motivation zur Ausbildung in der Landwirtschaft und Ihren Karriereperspektiven warben sie bei den jungen Messebesuchern fĂŒr den Agrarbereich. Neben allgemeinen Aussagen zur Lehrzeit und Hinweisen zu Orientierungspraktika konnten rund 60 konkrete Stellenangebote fĂŒr das kommende Ausbildungsjahr prĂ€sentiert werden.

Das Projekt "Chefsache FachkrÀftesicherung", getragen vom Bauernverband Wittenberg, dem Bauernverband Sachsen-Anhalt und der Hochschule Anhalt, wird vom Land und dem Operationellen Programm des EuropÀischen Sozialfonds gefördert.
Torejagd mit dem Handball bringt am Ende ein volles Spendenglas
Volksstimme / Wolmirstedter Kurier, 13.05.2015


Nicht nur der Spaß am Spielen, sondern vor allem der gute Zweck stand im Mittelpunkt, als sich am Abend vor dem Himmelfahrtstag begeisterte Freizeithandballer von vier Unternehmen aus der Region in der Niederndodeleber Wartberghalle trafen. VerstĂ€rkt wurde das Teilnehmerfeld durch zwei Mannschaten der Niederndodeleber Handballerinnen.

Das Benefiz-Turnier erlebte damit bereits seine sechste Aufage - und das mit Erfolg. Am Ende war das Spendenglas mit etwa 1000 Euro gefĂŒllt, weitere Spenden zum Aufstocken sind noch angekĂŒndigt. Das Geld soll, wie Cheforganisator Ronald Westphal vom Unternehmen Agro BördegrĂŒn sagte, der Förderschule fĂŒr Körperbehinderte im Fermersleber Weg in Magdeburg zur VerfĂŒgung gestellt werden.

FĂŒr den Gastgeber selbst war der Turniererfolg mit dem sechsten Platz eher mĂ€ĂŸig, den Sieg konnte das Team von Schubert Motors feiern. Als bester Torwart wurde der Niederndodeleber Siegbert Tietz geehrt.
Geschenke sorgen fĂŒr Kulleraugen
Magdeburger Volksstimme, 03.12.2014


Von Katrin Wurm
Gerade in der Vorweihnachtszeit ist die Spendenbereitschaft der Deutschen groß. Auch in Zerbst werden soziale Projekte unterstĂŒtzt. SCM-Handball-Star Andreas Rojewski und zahlreiche SCM-Sponsoren unterstĂŒtzen schon seit einigen Jahren die Zerbster Kindertafel.

Zerbst | Weihnachten liegt in der Luft. Auch bei der Zerbster Kindertafel wird sich schon auf das bevorstehende Fest vorbereitet. Aus dem Speiseraum sind aufgeregte Kinderstimmen zu hören. Die MĂ€dchen und Jungen singen "Schneeflöckchen, Weißröckchen" - doch das nicht ohne Grund. Es hat sich hoher Besuch aus Magdeburg angekĂŒndigt. SCM-Handball-Star Andreas Rojewski und die SCM-Sponsoren Frank Toepel (Toepel Bauunternehmung), Torsten Schubert, (Schubert-Motors), Ronald Westphal (Agro BördegrĂŒn), sowie Simone und Chris Döhring (Getec-Vorstand) schauen seit nunmehr vier Jahren bei der Zerbster Kindertafel vorbei, um Geschenke zu ĂŒberbringen und sich nach den aktuellen UmstĂ€nden zu erkundigen.

Solch ein Besuch sorgt in der Kindertafel immer fĂŒr Aufregung. Im Vorfeld wurde Kuchen gebacken, die lange Tafel festlich geschmĂŒckt und eine Sitzordnung festgelegt. "FĂŒr uns ist das immer etwas ganz Besonderes", sagt Birgit Brandtscheit, Leiterin der Kindertafel. Dieses Mal hat die Magdeburger Riege auch wieder tolle Geschenke dabei. Die Kinder dĂŒrfen sich ĂŒber einen neuen Kicker-Tisch freuen. Außerdem wurden alle fĂŒr das SCM-Spiel am Sonnabend gegen Balingen-Weilstetten eingeladen, zuvor gibt es fĂŒr die Zerbster Kinder noch einen XXL-Burger im Bralo-Steakhouse am Dom.

Auch die 17-jĂ€hrige Justine Skonetzki aus Zerbst fĂ€hrt mit nach Magdeburg. Sie ist Mutter des sechsmonatigen Fynn Luka und kommt jeden Freitag zur Tafel: "FĂŒr uns ist die Tafel sehr wichtig. Nicht nur, dass es hier Essen gibt. Man kommt auch mal unter Leute und bekommt Hilfe", sagt sie. Ihr kleiner Sohn Fynn Luka betrachtet mit großen Kulleraugen den Magdeburger Besuch. "Ein goldiger Wonneproppen", sagt Bauunternehmer Frank Toepel aus Magdeburg und lĂ€sst es sich nicht nehmen, den kleinen Mann einmal im Arm zu halten. "Ich bin ja auch schon Opa", lacht er. Auch Fynn Luka grinst zufrieden ĂŒber beide Ohren.

Chris Döhring, Vorstandsmitglied bei Getec - ein Energiedienstleister aus Magdeburg - ist ebenfalls nicht zum ersten Mal bei der Kindertafel. "Gerade in der Vorweihnachtszeit wird einem bewusst, wie viele Sorgen und Leid vor der eigenen HaustĂŒr existieren. Die Kinder sind dankbar fĂŒr Kleinigkeiten. Ich bin froh, einen Beitrag dazu leisten zu können", sagt der GeschĂ€ftsmann. "Eine kleine Kinderhand ist so schnell zu fĂŒllen", schließt er lĂ€chelnd an. Er sitzt der kleinen Leonie Sophie gegenĂŒber. Das blonde MĂ€dchen wird im MĂ€rz zwei Jahre alt. Sie und ihr Bruder Jeremy Joel (sechs Monate) kommen mit Mama und Oma regelmĂ€ĂŸig zur Tafel. "Ohne Tafel wĂŒrde es fĂŒr uns ganz schwer sein", sagt die Mama.

Birgit Brandtscheit gibt den GĂ€sten wĂ€hrend des Kaffeetrinkens noch einen Überblick zur Situation der Tafel: "Es wird immer voller. Deswegen haben wir beschlossen, dass wir die große Gruppe in der Kindertafel trennen und zwei kleinere Gruppen daraus machen. Die großen Kinder, so ab zehn oder elf Jahren, kommen dann ab Donnerstag."

FĂŒr Handballer Andreas Rojewski ist der Besuch der Kindertafel eine Herzenssache. "Nachdem ich vor vier Jahren zum ersten Mal hier war und sah, wie aufopfernd Frau Brandtscheit arbeitet und wie dankbar die Kinder sind, ist mir das Projekt sehr ans Herz gewachsen. Die Sponsoren und ich haben die Möglichkeit zu helfen. Ich hoffe, dass auch andere ihre Möglichkeiten wahrnehmen und helfen", sagt er.
Ein Kicker und Handball-Karten fĂŒr die Kinder der Zerbster Tafel
Magdeburger Volksstimme, 02.12.2014
Von Katrin Wurm
Gestern stand in der Kindertafel Zerbst hoher Besuch an.
Bereits zum vierten Mai hatten sich der SCM-Handball-Star Andreas Roiewski und die SCM-Sponsoren Frank Toepel, Torsten Schubert, Ronald Westphal sowie Simone und Chris Döhring angekĂŒndigt. Die Riege aus Magdeburg und Umgebung unterstĂŒtzt schon seit einigen Jahren die Kindertafel Zerbst. Auch dieses Mal hatten sie tolle Geschenke im GepĂ€ck. FĂŒr glĂ€nzende Kinderaugen sorgten ein nagelneuer Fußball-Kickertisch und 30 Freikarten fĂŒr das SCM-Spiel am 6. Dezember gegen Balingen-Weilstetten. Zuvor sind die Kinder zum Burgeressen in Magdeburg eingeladen.
Handball Benefizspiel
20.05.2014
Am 28.05.2014 um 18:00 Uhr findet erneut das Handball Benefizspiel in der Wartberghalle in Niederndodeleben statt.
Der Eintritt ist natĂŒrlich frei und fĂŒr das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Freuen Sie sich auf viel Spaß fĂŒr jung und alt.
Wir fĂŒr Magdeburg - Bioraffinerie
04.04.2014
Unter der Dachmarke "WIR fĂŒr Magdeburg" engagieren sich 17 Partnerunternehmen der Region fĂŒr den SC Magdeburg, mit dessen Logo auf der Trikotbrust der Verein in dieser Saison auflĂ€uft.
Mit dabei ist u.a. nicht nur die Agro BördegrĂŒn sondern auch die Bioraffinerie.

Klicken sie auf das nachfolgende Video um unseren Trailer fĂŒr die Dachmarke "WIR fĂŒr Magdeburg" anzusehen.
Mehr Akzeptanz durch mehr Transparenz
Magdeburger Volksstimme, 21.02.2014


Von Constanze Arendt-Nowak
Viele Probleme kamen beim Verbandstag der Bauern aus der Börde auf den Tisch. Die Landwirtschaft ist eine SchlĂŒsselbranche des 21. Jahrhunderts, sprach der PrĂ€sident des Deutschen Bauernverbandes an.

Niederndodeleben | Der Bauernverband Börde hat seit seinem Verbandstag, der am Mittwoch in Niederndodeleben stattfand, nicht nur einen neuen Vorsitzenden, sondern auch einen Ehrenvorsitzenden. In Anerkennung seiner Leistungen, die er in den vergangenen 24 Jahren im Sinne eines ganzen Berufsstandes erbracht hat, wurde der bisherige Vorsitzende Hans-Joachim Kraus zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Als Vorsitzender verschiedener BauernverbĂ€nde - erst des Kreises Wolmirstedt, dann des Ohrekreises und zuletzt seit 2006 der Börde - hat der 64-JĂ€hrige auf Kreis-, Landes- und Bundesebene intensiv die Interessen der Bauern vertreten. Als GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Heide-Agrar-GmbH in Colbitz kannte er viele Probleme aus dem eigenen Berufsalltag.

Kurz bevor er aus dem Amt schied, hatte Kraus noch die Ehre, neben weiteren EhrengĂ€sten den PrĂ€sidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, zu begrĂŒĂŸen. "Es ist mein fĂŒnfter Besuch in Sachsen-Anhalt und immer kann ich etwas Neues dazulernen", sagte Rukwied schmunzelnd. Nachdem er letztes Mal wĂ€hrend des Hochwassers in Sachsen-Anhalt war, habe er diesmal unter anderem erfahren, dass es nicht nur Böden mit sehr hohen Bodenpunkten in der Börde gibt.

Aber sowohl auf diesen als auch auf schwĂ€cheren Böden habe die Landwirtschaft in seinen Augen eine Zukunft. "Sie ist eine SchlĂŒsselbranche des 21. Jahrhunderts", unterstrich er. Argumente dafĂŒr seien fĂŒr ihn die zukĂŒnftig steigende Änderung der ErnĂ€hrungsgewohnheiten und auch die steigende Nachfrage nach Energie aus nachwachsenden Rohstoffen. In Deutschland mache allerdings eine besonders kritische Bewertung durch die Bevölkerung den Landwirten das Leben schwer. Nicht selten spiele diese kritische Bewertung auch bei der Gesetzgebung eine wichtige Rolle. Um dem entgegenzuwirken, wollen beispielsweise auch die Bördebauern mehr Öffentlichkeitsarbeit durch Tage des offenen Hofes betreiben.

Als weitere Probleme, mit denen sich die Bauern auseinander setzen mĂŒssen, nannte Rukwied die PrĂ€mienkĂŒrzungen, die FlĂ€chenverluste oder die DĂŒngeverordnung. "Da geht es um die Existenz der Bauernfamilie", sagte er. Er sprach von 4,5 Millionen Menschen, die in Deutschland im Agrar- und ErnĂ€hrungssektor beschĂ€ftigt sind.

FĂŒr die Bauern in der Börde war nach Aussage von Hans-Joachim Kraus das vergangene Jahr aber nicht nur politisch, sondern auch witterungsbedingt ein schwieriges Jahr. Am prĂ€gendsten war fĂŒr einige wohl das Juni-Hochwasser, was bei den betroffenen Landwirten in der Verbandsregion einen Schaden von etwa 2,4Millionen Euro anrichtete und teilweise existenzbedrohend war. Soforthilfen der Schorlemer-Stiftung des DBV und die Hilfsbereitschaft von Berufskollegen waren in den schwierigen Zeiten eine große StĂŒtze. "Wir erwarten von der Gesellschaft ein generelles Umdenken fĂŒr den vorbeugenden Hochwasserschutz", so Kraus, der sich einen runden Tisch zum Thema vorstellen kann.

Ob Getreide- oder Obst- und GemĂŒsebauern, ZuckerrĂŒbenanbauer oder Maisanbauer - alle hatten 2013 mit den Wetterkapriolen, die entweder das Wachstum oder die Ernte beeinflussten, zu kĂ€mpfen. Bei manchen FrĂŒchten mussten zudem Preisverluste einkalkuliert werden. Ebenso mussten die Betriebe mit Schweinen, Rindern und GeflĂŒgel mit gestiegenen Futterpreisen und fallendem Absatz rechnen. Die Schafhalter kĂ€mpfen nach wie vor um bessere agrarpolitische Rahmenbedingungen.

FĂŒr die Neuwahl des Vorstandes des Bauernverbandes Börde ließ Hans-Joachim Kraus anderen den Vortritt und kandidierte nicht noch einmal. 16 Kandidaten bekundeten ihr Interesse, kĂŒnftig im Vorstand mitzuarbeiten. Letztlich entschied die Stimmenmehrheit, denn fĂŒr den Vorstand waren nur 14 Mitglieder vorgesehen. Diese wĂ€hlten aus ihren Reihen Urban JĂŒlich aus Hadmersleben zum Vorsitzenden. Stellvertreter sind Joachim Klette (Alikendorf), Thomas Seeger (Rottmersleben) und Ronald Westphal (Niederndodeleben). Der fĂŒnfköpfigen Revisionskommission - sechs Mitglieder kandidierten - steht Brunhilde Jakobi aus Dreileben vor.
SCM: Ein Handballverein mit Herz
07.12.2013
Eine große Nikolaus Überraschung bekamen die Kinder der Zerbster Kindertafel. Die Sponsoren und Spieler schenkten mit SĂŒĂŸigkeiten gefĂŒllte Nikolausstiefel und ein ganz besonderes Highlight.

Klicken sie auf das nachfolgende Video um den Beitrag "SCM: Ein Handballverein mit Herz" anzusehen.

Quelle: Eulenspiegel Multimedia Magdeburg

Agro BördegrĂŒn bei Terra Xpress
04.11.2013
Das Team der ZDF-Sendung Terra Xpress hat uns bei der diesjĂ€hrigen RĂŒbenernte einen Besuch abgestattet. Das Resultat können Sie im nachfolgenden Video sehen.

Klicken sie auf das nachfolgende Video um "Terra Xpress" vom 03.11.2013 anzusehen.

Quelle: ZDF

Wir fĂŒr Magdeburg
25.09.2013
Der SC Magdeburg startet mit dem neuen Dachmarkenkonzept "WIR fĂŒr Magdeburg" auf der Trikotbrust in die neue Saison. Unter der Dachmarke, die mit einem eigenen Logo auftreten wird, engagieren sich 17 Partnerunternehmen der Region.
Mit dabei sind auch wir von der BördegrĂŒn.

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SCM-Sponsoren helfen Zerbster Kindertafel
Zerbster Volksstimme, 06.09.2013
Von Thomas Drechsel
Die Zerbster Kindertafel bekam gestern eine Spende ĂŒber 3500 Euro ĂŒberreicht. Die Chefetage der Hauptsponsoren des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg reiste persönlich an, und Andreas Rojewski kam stellvertretend fĂŒr die Mannschaft.

Zerbst | "Da bleibt mir die Luft weg!" Birgit Brandtscheit ist selten so gerĂŒhrt wie gestern. 3500 Euro in einem Schwung - "Damit kommen wir weit ins nĂ€chste Jahr!", drĂŒckt die Leiterin von Zerbster Tafel und Kindertafel besonders Chris Döhring gleich mehrfach.

Döhring ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer des SCM-Sponsors Getec green energy, die aktuell auf dem Flugplatz eine Biogasanlage errichtet, und hatte die Aufmerksamkeit der Hauptsponsoren des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg auf die Zerbster Kindertafel gelenkt. "Seit fĂŒnf Jahren treffen sich die Club-Sponsoren und die Mannschaft zu einem Benefiz-Spiel. Die Erlöse daraus gehen stets an soziale Zwecke", erlĂ€utert Ronald Westphal. Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Agro BördegrĂŒn GmbH Co.KG war wie die anderen Hauptsponsoren sehr erstaunt, als die Sprache auf "Kindertafeln" kam. "Wir hatten erst ĂŒberlegt, Flutopfern zu helfen. Doch da ist die Hilfe zwischenzeitlich angelaufen. Also hieß es: Was mit Kindern! Dass es neben den Tafeln nun sogar bereits Kindertafeln gibt, war uns völlig neu."

Es sei "bedrĂŒckend, dass in einem Land wie Deutschland Tafeln zum Alltag gehören. Dass die Not speziell unter Kindern genauso grassiert, ist uns bislang nie so deutlich geworden. So waren wir einerseits von dem Gedanken angetan, etwas Gutes fĂŒr Kinder zu tun und zugleich entsetzt, dass es solche Einrichtungen offenbar geben muss", meint Michael Paul, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Wallintin Maler- und Trockenbau GmbH. Dem pflichtete Torsten Schubert, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Schubert Motors GmbH, rundum bei. "Schade, dass es Derartiges offenbar geben muss, weil die Gesellschaft die Not nicht bewĂ€ltigen kann. Ich bin zugleich auch froh, dass die Spende ein wenig dazu beitrĂ€gt, dass aus unseren Kindern etwas werden kann."

Annerose Steffen, die fĂŒr die Toepel Bauunternehmung GmbH nach Zerbst gekommen war, zeigte sich erschĂŒttert ĂŒber die von Birgit Brandtscheit geschilderten AlltagszustĂ€nde in manchen Familien. "Darunter leiden gerade die Kinder und können sich nicht entwickeln. Das darf nicht sein."

SCM-Spieler Andreas Rojewski war ebenfalls beeindruckt von den Schilderungen, aber auch dem Leistungsangebot der Kindertafel. Die Mannschaft habe in die Spielerkasse gegriffen und die Spende der Sponsoren aufgestockt. Und natĂŒrlich wĂŒrde man die Tafelkinder mit ihren Eltern gern einmal zu einem Heimspiel in die Bördelandhalle einladen, sicherte er auf spontane Nachfrage gern zu.

Dietrich Landmann, der Leiter des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Zerbst und zugleich TrĂ€ger der Tafel, war beeindruckt. "Zum einen die Summe an sich. Das ist unglaublich. Damit können viele WĂŒnsche der Tafelkinder in ErfĂŒllung gehen und damit kann auch der alltĂ€gliche Bedarf lange Zeit stabilisiert werden. Zugleich bin ich doppelt froh, denn die persönliche PrĂ€senz der Firmen hier in Zerbst ehrt uns ungemein. Man spĂŒrt, dass das von Herzen kommt."

Auch BĂŒrgermeister Andreas Dittmann freute sich fĂŒr die Zerbster Einrichtung und betonte, dass trotz vereinzelt beschriebener "Mitnahme-MentalitĂ€t" eine derartige Summe an die Kindertafel geht.

Management und Spieler des SCM hatten die Zerbster Kindertafel bereits am Nikolaustag 2012 mit Spenden ĂŒberrascht. Und wĂ€hrend des Rundgangs durch die Einrichtung wurde nachgefragt, was denn sonst so konkret benötigt werde. Birgit Brandtscheit zĂ€hlte auf: Knetmasse statt PlĂŒschtiere beispielsweise, denn "damit kann man kreativ werden. Oder Malhefte, aber nicht zuviele von gleicher Art. Und Buntstifte, die auf Ton schreiben, wenn wir basteln. Ach, es sind tausend kleine Sachen, die der Arbeit mit den Kindern gut tun wĂŒrden." Wie nebenbei kam die Sprache auf die uralte TiefkĂŒhltruhe, die im Keller der Tafel brummt. "Den Stromfresser haben wir nur in Betrieb, wenn viel zwischenzulagern ist." Was die Blicke der Chefs bedeuten, bleibt abzuwarten.
Der Bauernhof, der keiner ist
Frankfurter Allgemeine, 08.08.2013


Von Henrike Roßbach
4300 Hektar, fĂŒnf MĂ€hdrescher, mehr als 12 Millionen Euro Umsatz: Agro BördegrĂŒn steht fĂŒr eine Landwirtschaft, die Kritiker Agrarindustrie nennen. Die Firma selbst sieht sich aber als Familienbetrieb.

NIEDERNDODELEBEN, 5. August. Alles hier ist groß. Die Felder, die Hallen, die Landmaschinen. Und der Chef. Ronald Westphal misst 2,05 Meter. Ein gewaltiger Mann mit festem HĂ€ndedruck, wachen blauen Augen und einem schreiend grĂŒnen „BördegrĂŒn“-Polohemd. Corporate Identity in Niederndodeleben, wo selbst die Kitas „Schrotewichtel“ und „BörderĂŒbchen“ heißen. Ohne Agro-BördegrĂŒn wĂ€re das spektakulĂ€rste an dem 4200-Einwohner-Dorf in Sachsen-Anhalt wohl der zungenbrecherische Name. So aber ist es der gigantische Agrarbetrieb. Knapp 4300 Hektar, etwa 70 Mitarbeiter, Kantine, gewaltiger Maschinenpark, Millionen- Umsatz: Wer bei Landwirtschaft an die Hofhund-und-KĂ€lbchen-Idyllle aus dem Wimmelbuch denkt, wird hier große Augen machen.

Wenn Westphal ĂŒber die Landstraßen der Umgebung fĂ€hrt, muss er suchen, bis er ein StĂŒck Acker entdeckt, das jemand anderem gehört. BördegrĂŒn ist ĂŒberall. Fast 1600 Hektar Winterweizen, 700 Hektar Raps, 550 Hektar Mais, fast 500 Hektar ZuckerrĂŒben. 740 Landbesitzer haben ihre Felder an den Platzhirschen verpachtet; auf einem Luftbild im Flur vor Westphals BĂŒro sieht man, wie ihre handtuchschmalen Äcker ein Ganzes ergeben. Dass der Agrarbetrieb solche Dimensionen hat, liegt an seiner Geschichte. In der DDR war der Betrieb eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft. 1956 waren die LPG Pflanzenproduktion und die LPG Tierproduktion gegrĂŒndet worden, Letztere ĂŒberlebte das Ende des Sozialismus nicht. FĂŒr den Ackerbau aber sahen die Mitarbeiter Chancen. Die Region um Niederndodelben, die Magdeburger Börde, ist seit Jahrhunderten landwirtschaftlich geprĂ€gt. Die schweren, fruchtbaren Böden sind so etwas wie der Porsche unter den Ackerkrumen.

„Wir dachten uns damals, wenn dieser Betrieb es nicht schafft, dann schafft es keiner“, sagt Westphal. Er sitzt in seinem BĂŒro, vor ihm das Smartphone, hinter ihm die GrĂŒndungsurkunden an der Wand. 1992 wurde Agro BördegrĂŒn zu dem, was es heute ist: eine GmbH & Co KG, als Rechtsnachfolgerin der LPG. Westphal gehörte in den Wendejahren zu dem guten Dutzend Mitarbeitern, die sich trauten: Sie wurden Gesellschafter des neuen Unternehmens. Nie hĂ€tte der Agraringenieur gedacht, dass er mal LPG-Leiter werden wĂŒrde. Dann aber kam 1989. Von der Vollversammlung wurde er an die Spitze des Betriebs gewĂ€hlt. PachtvertrĂ€ge mussten aufgesetzt, die LandeigentĂŒmer ausfindig gemacht und die Entsorgung von Asbest, Tankstelle und GĂŒlle geregelt werden. Von den 340 Mitarbeitern musste viele gehen.Wer keine 20 000 Mark einbringen und Gesellschafter werden wollte, bekam eine Abfindung – je nach Hektar Landbesitz, Alter und Betriebszugehörigkeit. Insgesamt mussten die neuen Besitzer 9,2 Millionen Mark aufbringen; finanzieren konnten sie das ĂŒber mehrere Jahre aus den ErnteertrĂ€gen. „Wir hĂ€tten nicht einfach zur Bank gehen können“, sagt Westphal. „Wir waren ein Niemand.“ FĂŒnf Jahre lang zahlten sie die Abfindungen, zehn Jahre lang die Entsorgung der Altlasten. Hinzu kamen die Investitionen. In eine Getreidetrocknung und Saatgutaufbereitung etwa. In den Maschinenpark, die 500-Kilowatt-Photovoltaikanlage, die GebĂ€ude, WerkstĂ€tten und Lager.

Heute erwirtschaftet BördegrĂŒn 12,7 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Das Getreide verkaufen sie bis nach Rotterdam und Italien,Westphal weiß genau, zu welchen Preisen gerade in Chicago und Paris gehandelt wird. Verkauft werden zwei Drittel der Ernte, lange bevor auch nur ein Weizenkorn vom Feld geholt wurde. Mal fĂ€hrt der Betrieb mit einem TermingeschĂ€ft gut, mal wĂ€re mehr zu holen gewesen, wenn man gewartet hĂ€tte. „Man muss die Gier, auf den einen, den astronomischen Preis zu warten, im Griff haben“, sagt Westphal. Dieses Jahr erwartet er eine durchschnittliche Ernte; acht Tonnen Ertrag je Hektar. Elfeinhalb Tonnen gab es auch schon mal. Neben dem Ackerbau betreibt BördegrĂŒn eine Tankstelle, transportiert fĂŒr andere Landwirte 400000 Tonnen ZuckerrĂŒben zur Fabrik und hat eine „kleine“ Mutterkuhhaltung mit 240 Tieren. Beteiligt ist die Firma zudem an einer Biogasanlage, die 3,2 Millionen Euro Umsatz im Jahr macht.

Regional, kleinbĂ€uerlich, im Zweifel ökologisch: So ertrĂ€umt sich der deutsche Verbraucher die Landwirtschaft. Zu teuer aber darf es auch nicht werden im Supermarkt, und die Agrarsubventionen der EuropĂ€ischen Union halten viele ebenfalls fĂŒr einen Anachronismus. Das alles aber geht in der RealitĂ€t nicht zusammen. „Mein Leitbild ist nicht die industrielle Landwirtschaft, sondern der bĂ€uerliche Familienbetrieb“, sagte Agrarministerin Ilse Aigner kĂŒrzlich in der Wochenzeitung „Die Zeit“. In BrĂŒssel aber hat sie fĂŒr vieles gestritten, was im Sinne der Großen war. Etwa dafĂŒr, dass die Direktzahlungen je Hektar nicht ab einer bestimmten BetriebsgrĂ¶ĂŸe gekappt werden.
Westphal findet das nur gerecht und lehnt schon die deutsche Regelung ab, dass die ersten Hektare höher dotiert sind als die folgenden. „Ein Hektar hat zehntausend Quadratmeter, egal ob es der erste oder der letzte ist“, sagt er. Und die Direktzahlungen aus BrĂŒssel, die bei BördegrĂŒn 10 Prozent des Ertrags ausmachen, seien lediglich eine EntschĂ€digung fĂŒr die höheren Auflagen, die Europas Bauern erfĂŒllen mĂŒssten. „Von mir aus können die Subventionen alle weg. Aber dann mĂŒssen auch die Vorschriften weg.“

Auch das Reizwort industrielle Landwirtschaft kann Westphal nicht leiden. „Wir sind ein Familienbetrieb“, sagt er, die Gesellschafter seien alle aktive oder ehemalige Mitarbeiter. Mehr als der Vorwurf, der in diesem Begriff immer mitschwingt, bringt ihn aber das Streben nach einer grĂŒneren Landwirtschaft auf die Palme. In der EU lĂ€uft das unter „Greening“: Geld bekommt nur, wer auch was fĂŒr die Umwelt tut. Das grĂ¶ĂŸte Reizwort ist fĂŒr Westphal in diesem Zusammenhang: FlĂ€chenstilllegung. Die Bauern, nicht die StĂ€dter ernĂ€hrten die Weltbevölkerung, regt er sich auf, und weil die Weltbevölkerung wachse, mĂŒsse mehr, nicht weniger produziert werden. „Von BMW verlangt auch niemand, Autos aus Holz zu bauen, weil man das frĂŒher so gemacht hat.“ Wenn Westphal bei diesem Thema angekommen ist, redet er sich gerne mal in Rage. „Ich brauche mir von keinem StĂ€dter sagen zu lassen, wie ich Getreide anzubauen habe, ich brauche keinen aus der Stadt, der mir irgendwas erzĂ€hlt.“ Er startet sein Auto. „Biolandwirtschaft“, brummt er vor sich hin, „wer Bio will, soll es auch bezahlen.“

Ein paar Kilometer weiter hĂ€lt er an. Unter einem Baum machen seine Leute Mittagspause. Das Essen stammt aus der BördegrĂŒn-Kantine, die nicht nur die Mitarbeiter bekocht, sondern auch Schulen beliefert. Die MĂ€nner steigen wieder in die beiden MĂ€hdrescher, die auf dem Feld warten. Goldgelb leuchtet die Gerste unter dem Sommerhimmel. Perfekte Erntebedingungen. Tobias Miedlich sitzt im FĂŒhrerhaus des Case 9230, eines nagelneuen 286 000 Euro teuren MĂ€hdreschers. 570 PS, 12 000 Liter Korntank, „Axial-Flow“-Rotor, GPS und ein elektronisches „Auge“, das den MĂ€hdrescher selbstĂ€ndig an der Schnittkante ausrichtet. Draußen wird geschnitten, gedroschen, gehĂ€ckselt und Korn in den Tank geschleudert. Drinnen ist es leise und klimatisiert und riecht nach Neuwagen. Zur Not seien sie schon mal bis zwei Uhr morgens auf dem Feld, sagt Miedlich, der bei BördegrĂŒn als Lehrling angefangen hat. 30 Hektar schafft ein solcher MĂ€hdrescher am Tag. BördegrĂŒn hat fĂŒnf davon.

Draußen suchen zwei Störche zwischen den Stoppeln nach MĂ€usen. Westphal fĂ€hrt zurĂŒck zur Zentrale, vorbei an Mais und Raps („Wenn die Schoten aufspringen und es weiß leuchtet, dann ist er reif“) und der Baustelle fĂŒr die zweite Biogasanlage. „Da drĂŒben“, sagt er und zeigt auf ein endloses, grĂŒnes Feld, in dem ein paar Flecken heller erscheinen als der Rest, „so sieht es aus, wenn die RĂŒbe schlĂ€ft. Wenn sie tagsĂŒber welkt, weil der Boden an der Stelle sandig ist. Unser grĂ¶ĂŸter ZuckerrĂŒbenschlag. Eine Augenweide.“ Trotz Imagefilm, klingelndem Handy und internationalen Getreidebörsen. Am Ende begeistert auch Westphal sich am meisten fĂŒr Scholle und Pflanze. „Wir haben 1990 unsere Chance genutzt“, sagt er. „Heute sind wir einer der hundert besten Agrarbetriebe in Deutschland. Das kriegt man nicht geschenkt. Wir sind nicht ĂŒberall beliebt. Aber respektiert.“